Konzerte, Konzerte, Konzerte – und irgendwann ein Buch. Wie kam es dazu?

Ich durfte für die Fury-Akustik-Tour im Herbst 2017 für die Band den offiziellen Tourblog auf Facebook schreiben. Anfangs hatte ich ganz schön Angst davor – mit dem Schreiben ist es ja ähnlich wie mit der Musik: Entweder, es gefällt den Leuten, oder eben nicht. Tatsächlich habe ich aber durchweg positive Resonanz bekommen und einige Facebook-User haben mich gebeten, den Blog einfach weiterzuführen – auch gern mit frei erfundenen Konzertberichten. Da dachte ich zum ersten Mal, dass das tatsächlich irgendjemanden interessieren könnte. Und dann hab‘ ich das gemacht: Alles aufgeschrieben. Fast alles.

Ein bisschen schmachten kann ja irgendwie jede*r. Aber was macht für dich echte Fanliebe aus?

Das ist für jeden unterschiedlich, denke ich. Auch wenn das manchmal so kommuniziert wird, es gibt keine Besser-Fans. Liebe ist etwas zutiefst Persönliches, da kommt es niemandem – besonders nicht mir – zu, dafür Parameter festzulegen. Was mich betrifft, hat ein Fan-Dasein damit zu tun, dem Künstler gewissermaßen eine Carte blanche auszuhändigen. Das Versprechen, alles, was kommt, erst mal mindestens wohlwollend zu betrachten. Veränderungen nicht gleich abzutun à la: „Die alten Sachen waren aber besser!“, sondern es als das zu betrachten, was es ist – ein Reife- und Entwicklungsprozess. Dazu gehört ein gewisses Grundvertrauen. Keine Band, die was auf sich hält, wird eine Platte veröffentlichen, von der sie selbst nicht überzeugt ist. Als Fan kann und darf man das schön oder blöd finden – nur respektieren sollte man das.

Feuerzeug, Bargeld und was zu signieren. Was gehört noch in jede anständige Konzertausrüstung?

Was zum Signieren würde ich persönlich weglassen. Menschen, die glauben, sie haben mit dem Eintrittsticket auch ein Stückchen des Künstlers selbst gekauft, und nun meinen, sie hätten ein Recht auf ausgedehnten Smalltalk und Autogramme, sind mir suspekt. Ein Künstler muss auch mal Feierabend haben und zur Ruhe kommen dürfen. Aber ansonsten: Kaugummi (damit einem beim Mitsingen der Mund nicht so austrocknet) und bequeme Schuhe.

Was hingegen sollte man tunlichst vermeiden, wenn der Abend unvergesslich werden soll?

Man muss, wie ich finde, nicht jede Sekunde mit dem Handy filmen und das Konzert durch einen kleinen rechteckigen Bildschirm betrachten. Zum einen hat man nicht zum Klatschen die Hände frei und zum anderen speichern Smartphones nur Bilder, aber nicht die Gefühle dazu.

Welches (Musik-)Spektakel ist dir denn bei all deinen Reisen am lebhaftesten in Erinnerung geblieben?

Das waren zwei Konzerte. Es war beide Male sehr warm. Einmal im Peppermint Pavillon, Anfang des Jahrtausends, um das damals aktuelle Album „The Color Fury“ live aufzuzeichnen. Es war unmenschlich heiß, aber ich fühlte mich hinterher so glücklich und erschöpft wie Andere nach einem Saunatag. Das andere Mal war bei einem Festival im Landkreis Peine 2006. Ich hatte irgendwie Backstagepässe gewonnen und wollte mir gerade eine Flasche Wasser nehmen, da sagte eine Stimme hinter mir: „Trink das nicht, da ficken Fische drin!“. Das war mein erster Kontakt mit Gero.

Zu welchem Fury-Song wippt dein Fuß am liebsten?

Das ist ziemlich tagesformabhängig. Einfacher zu beantworten ist da die Frage nach dem Lieblingsalbum. Das war, ist und bleibt NIMBY.

Welche Frage, die wir noch nicht gestellt haben, hättest du dennoch gern beantwortet?

Gero!(Falls Ihr mich nach meinem Lieblingsfury gefragt hättet)

Illi Hinzberg

Autorin von

Sommersturm


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Illi Hinzberg

Schlachthofromanze

Seit sie die einzigartigen Klänge der Kult-Band „Fury in the Slaughterhouse“ 1999 zum ersten Mal vernommen hat, ist Illi Hinzberg Fan mit Leib und Seele. In diesem Buch erzählt sie abenteuerliche Erlebnisse, witzige Anekdoten, von der Liebe zur Musik und von besonderen Fanmomenten. „Illi hätte damals wirklich alles Mögliche werden können. Ein Tracky, ein Starwars-, Fallout- oder FC Irgendwas-Fan, aber ihr Herz schlug dann wohl doch für etwas ganz Anderes. Nämlich für unsere Band Fury in the Slaughterhouse, deren unstetes Treiben sie fortan genauestens verfolgte. So nahm ihr Leben in diese Richtung extrem Fahrt auf und es kam, wie es kommen musste: Konzertbesuche, zum Teil unter seltsamen Vorzeichen, und mehr Konzerte, und noch mehr Konzerte, viele nette Bekanntschaften und neue beste Freunde.“ – Gero Drnek, Fury in the Slaughterhouse


kartoniertes Buch

März 2021, 120 Seiten

Preis Buch € 13,00 [D]

ISBN 978-3-948486-02-0

eBook epub

ISBN 978-3-948486-03-7

Preis eBook € N.N. [D]

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Leseprobe

Illi Hinzberg

Über die Autorin

Illi Hinzberg wurde 1985 in Hildesheim geboren. Nach dem Abitur und dem nur widerwillig abgeschlossenen Studium folgten diverse mehr oder weniger interessante Jobs und schließlich einige Jahre als Redakteurin für ein hannoveraner Stadtmagazin. Derzeit ist sie für Public Relations bei einem lokalen Tonstudio und Musiklabel zuständig und lebt mit ihrem Freund, einer Sphynxkatze namens Kröte und vielen Instrumenten zusammen in Hannover.